Osteopathie

Vor 140 Jahren erkannte und benannte der amerikanische Arzt Dr. Andrew Taylor Still die Prinzipien der Osteopathie. Osteopathie ist ein eigenständiges naturheilkundliches, medizinisches Konzept, das auf fundierten Kenntnissen der Anatomie und Physiologie des Menschen basiert. Die Osteopathie dient dem Erkennen und Behandeln von Funktionsstörungen und Schmerzzuständen aller Gewebe des Körpers. Die osteopathische Behandlung erfolgt ausschließlich mit den Händen und verzichtet auf Medikamente. Die Osteopathie betrachtet den Menschen als eine aus Körper, Geist und Seele bestehende Einheit in der Beziehung zur Umgebung. Deshalb wird in der Osteopathie nicht die Krankheit oder das Symptom behandelt, sondern der Mensch als Ganzes.

Krankheit finden kann jeder – Gesundheit finden ist das Ziel… – Dr. Andrew Taylor Still – Nach Stills Auffassung ist der Mensch vollkommen gesund, wenn alle Gewebe des Körpers frei beweglich sind und es keine Stauungen oder Blockaden in den versorgenden Gefäßen gibt. Dysfunktionen entstehen für ihn erst durch abnorme anatomische Zustände (z.B. Entzündungen oder Narben), die in Muskeln, Gelenken, Organen Bindegeweben, Nerven oder Gefäßen zur Einschränkung der Beweglichkeit führen. Eine Einschränkung in einem Teil des Körpers bedeutet aber auch eine Einschränkung in der Ganzheit! Ein Zitat von Dr. Andrew Taylor Still: Die Natur strebt selbstständig danach, Gesundheit auszudrücken… und der Körper trägt alle Dinge in sich, die für eine Heilung notwendig ist.

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Warum Osteopathie für Kinder und Säuglinge?

Eigentlich macht die Osteopathie keine Altersunterschiede! Allerdings wirken sich bei Kindern zwischen Geburt und Pubertät innere und äußere Einflüsse besonders stark aus. Der Organismus macht wie in keiner Zeit sonst, sehr große anatomische und physiologische Veränderungen durch. Bereits durch enorme Kräfte, die in der Geburt auftreten (vor allen Dingen bei Einsatz von Zange, Saugglocke, Kaiserschnitt) können Asymmetrien und Funktionsstörungen entstehen, die im Wachstum große Folgen haben können. Manchmal haben Babys Anpassungsstörungen, das Atmungs- und Verdauungssystem sich an die Bedingungen „an Land“ nicht richtig einstellen können. Sie fühlen sich unwohl, haben gar Schmerzen. Sie haben oft Verdauungsstörungen und entwickeln sich manchmal zu so genannten Schreikindern. Die Osteopathie kann hier einen sehr wertvollen Beitrag leisten, Dysfunktionen zu beheben und die Kinder in Ihrer Entwicklung zu fördern.

Was macht eine osteopathische Behandlung aus?

Das Ziel der osteopathischen Behandlung ist die Wiederherstellung des guten Gesundheitszustandes (Homöostase). Mit seinen Händen als sogenannte „Werkzeuge“, die hören und sehen, geht der Osteopath zunächst auf die Suche nach der Ursache. Er erfühlt mit seinen Händen Verspannungen, Verhärtungen in den Geweben oder blockierte Gelenke. Er respektiert das Gewebe und die Anatomie ganz und korrigiert mit präzisen, aber sanften Techniken. Als Folge verbessern sich Bewegung und Durchblutung, die Funktion kann sich normalisieren, der Schmerz bessert sich, oder verschwindet sogar ganz, der Körper findet selber den weiteren Weg zur Normalität oder dem bestmöglichen Zustand. (Zitat Still: „Find it, fix it and leave it alone…“) Die Behandlung ist immer ganzheitlich, die Patienten entsprechend der osteopathischen Philosophie in allen Aspekten von Körper, Geist und Seele respektiert und auch in ihrer Lebensweise (z.B. Bewegung und Ernährung) und der psychisch- emotionalen Situation angesehen.

Anwendungsgebiete

Osteopathie und Schulmedizin schließen sich nicht aus! Vielmehr kann die Osteopathie eine sinnvolle Ergänzung zur Schulmedizin darstellen!

Kosten

Ärzte und Heilpraktiker rechnen die osteopathische Leistung nach den eigenen berufsständischen Gebührenordnungen ab. Der Therapeut legt fest, wie lange eine Behandlung durchgeführt werden sollte. Das richtet sich nach dem jeweiligen Krankheitsbild, den Selbstheilungskräften desjenigen, sowie der Konstitution des jeweiligen Patienten. Eine Behandlung von ca. 60 Minuten kostet 92 Euro und ca. 30 Minuten bei 52 Euro (bei Kleinkindern und Säuglingen).

Kostenerstattung durch gesetzliche Krankenkassen: Seit Inkrafttreten des Versorgungsstrukturgesetzes Anfang 2012 erstatten mittlerweile über 100 gesetzliche Krankenkassen anteilig die Kosten für Osteopathiebehandlungen. Bitte informieren Sie sich vor Beginn der Therapie bei Ihrer Krankenkasse.

Zur Erklärung: Osteopathie gilt in Deutschland als Heilkunde und darf nur von Ärzten und Heilpraktikern uneingeschränkt ausgeübt werden (in zahlreichen europäischen Ländern, aber auch England, Amerika usw. gilt die Osteopathie als eigenständiges Berufsbild neben dem Arzt.)

Anerkennung der Osteopathie in Deutschland

Die Osteopathie ist eine eigenständige Form der Medizin. Sie muss deshalb in Deutschland als eigenständiger Beruf anerkannt werden. Nur auf Grundlage eines Berufsgesetzes können Qualität gesichert und Patientensicherheit gewährleistet werden. Hochwertige wissenschaftliche Studien und Veröffentlichen fördern die Anerkennung der Osteopathie.

Wir freuen uns, von Ihnen zu hören!

Ob Sie Fragen zu unseren Behandlungsmethoden haben, einen Termin vereinbaren möchten oder weitere Informationen benötigen – das Team der Praxis Isabel Maaß steht Ihnen jederzeit zur Verfügung. Nutzen Sie einfach unser Kontaktformular, um uns schnell und unkompliziert zu erreichen. Wir bemühen uns, Ihre Anfragen so rasch wie möglich zu beantworten. Alternativ können Sie uns auch telefonisch unter +49 5202 924508 kontaktieren. Ihre Gesundheit und Ihr Wohlbefinden stehen bei uns an erster Stelle – zögern Sie nicht, uns zu kontaktieren!

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